Kunst und Kultur in den Regionen des Trentino Suedtirol
Wie in der Kultur sind auch in der Kunst des Trentino Suedtirol starke latinische und germanische Einfluesse festzustellen. Auf der einen Seite lassen gotische Skulpturen im Trentino die Naehe zur Lombardei und zu Verona erkennen (der Dom von Trient ist ein Beispiel) und auf der anderen Seite geben die Skulpturen des Suedtirols, waehrend der gleichen Zeitepoche, eine enge Sprachverwandtschaft zu Sueddeutschland erkennen; dasselbe gilt natuerlich auch fuer die Gemaelde und Fresken.
Pfarrkirchen, Schloesser und Residenzen sind Schmucktruhen zahlreicher, mittelalterlicher und roemischer Kunstwerke der Region. Die Kunst des Holzschnitzers ist bedingungslos mit dem Holz der Region verbunden. Noch wird der Kunst des Holzschnitzens eine grosse Bedeutung geschenkt, welche in den Kunstschulen von St.Ulrich und Wolkenstein erlernt werden kann. Dank der Renaissance bekommen die grauen Haeuser und Schloesser bunte Fresken und prunkvolle Einrichtungen. Das Gesicht von Trient ist wiederum ein Beispiel dafuer wie die Staedte waehrend der Renaissance aufgefrischt wurden und hingegen die abgelegenen Ortschaften ihren gotischen "Kleidern" treu blieben.
Ein Zeugnis kuenstlerischer Entwicklung ist das Schloss Buonconsiglio in Trient, welches Mitte 13. Jhr. erbaut wurde und als Sitz der Fuerstbischoefe von Trient galt. Wenn man auf den Schlossmauern spaziert gelangt man zur "Torre Aquila" in deren Innern wertvolle, gotische Werke zu bewundern sind; die Freske mit mit der Darstellung der Monate. Palazzo Magno mit seinen Dekorationen von Gerolamo Romanino und Dosso Dossi. Im 17.Jhr. fuellten sich die Kirchen mit pompoesen Altaeren und Dekorationen im Barokstil . Holz, einziger Rohstoff fuer die Skulptur, wurde nun langsam durch Marmor ersetzt.
Die Holzschnitzerei ueberlebt nur noch in den Almen wo deutsche Handwerker ansaessig sind. Die neuklassische Architektur hinterlaesst hingegen nur wenige Spuren im Trentino. Das wohl imposanteste Kunstwerk der Renaissance ist die neugotische Fassade von St. Peter in Trient.

Trentiner Handwerk
Das dekorative Handwerk ist das Resultat der kalten und langen Wintermonate; Krippenfiguren und Spielzeuge sind beliebte Objekte. Traditionsreich ist auch die Herstellung von Holzmasken, die zur Dekoration sowie fuer folkloristische Feste (Fasching von Kampitel im Fassatal) verwendet werden. Die Holzschnitzerei findet ihre Verwendung auch im Haushalt und ist wertvoller Rohstoff fuer Moebel (sog. "rustici"). Nebst dem Holzschnitzer ist auch der Schmied ein traditionsreiches, von Generation zu Generation uebersendetes Handwerk.
An den Haeusern und antiken Wirtshaeusern findet man noch oft geschmiedete Schilder und Symbole. Ein charakteristisches Moebelstueck des Tirols ist der Kachelofen aus gebranntem Ton, welcher den Stuben eine angenehme Atmosphaere und Waerme verleiht.
Das Museum fuer Braeuche und Usanzen in San Michele dell'Adige ist das groesste italienische Institut, welches sich mit der materiellen Kultur befasst. Die Ausstellung erzaehlt das taegliche Leben der Bauern und Handwerker, die Holz, Kupfer, Eisen, Textilien und Keramik verarbeiteten. Zum Abschluss werden das soziale Leben und Usanzen aufgezeigt (Dorfkapelle, Masken, Volksglauben).
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