Die Geschichte vom Trentino-Suedtirol

Die Judikarien haben unlaengst archaeologische Funde ans Licht gebracht; darunter eine Pfahlbauersiedlung aus der Bronzezeit. Am Ufer des antiken Carerasee wurden zahlreiche Objekte gefunden, die den Pfahlbauer-Alltag begleiteten.

Die Urbewohner kannten eine hochstehende Technik um die Fundamente der Stelzenbauten zu errichten und widmeten sich der Landwirtschaft, Viehzucht, Jagd und dem Handelstausch mit anderen Bevoelkerungen aus Norden und Mitteleuropa. Diese Funde bezeugen, dass die Geschichte des Trentino und seine Bevoelkerung weit in die Vergangenheit zurueckreicht.

Geschichte des Trentino Suedtirols

Geschichtliche Urspruenge

Das Suedtirol gilt als eine der antiksten Weinbauregionen Europas. Seine Geschichte basiert auf gefundene, antike Traubenkerne, welche die Anwesenheit von Weinreben bestaetigt. Die Roemer waren bereits im 2.Jhr. vor Chr. in der ganzen Region praesent und mit Augustus wurde ein Teil des Suedtirols und Trentino dem X Regio Italica (Venetia et Histria) zugeteilt. Das Territorium zwischen Meran und Klausen gehoerte zu Retia (Raetien) und der nord-oestliche Teil (Pustertal) zu Noricum. Die Ernennung zum roemischen Reich brachte eine starke landwirtschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung, welche durch bedeutende Strassen wie Claudia Augusta Padana und Claudia August Altinate bestaerkt wurde. Als die ruhmreiche, roemische Zeit verfiel, wurde das Gebiet durch den Einzug barbarischer Voelker bis zur Armut ausgeschoepft und lediglich als strategischer Festungspunkt genutzt.

Die langjaehrige Zugehoerigkeit zum Germanischen Reich konnte die Spuren der Roemerzeit kaum loeschen, man denke bloss an das ladinische Gader und Groednertal. Waehrend des Mittelalters uebernahmen die Fuerstbischoefe das Ruder mit dem Ziel die immense Autoritaet der Kirche auszuschoepfen um Minderheiten, wie das anwachsende Grossbuergertum, zu bekaempfen.

Die Fuerstbischoefe delegierten Teil ihrer Macht an noble Familien, die in der Lage waren sie wiederum mit Waffen zu verteidigen. Endlich brachte dann die Renaissance frischen Wind in diese Taeler; wie die zahlreichen Fresken in Trient bezeugen.

In der Renaissance spielt Trient eine wichtige Rolle im oekumenischen Konzil (1545-1563) womit die Basis fuer die Spaltung zwischen Rom und den Luteranern gelegt wurde. Die Renaissance brachte grossen Fortschritt in die Region. Die Fuerstbischoefe verschwanden, Hauptdarsteller war Maria Theresia, welche die Schulpflicht einlaeutete (1774) und somit den Analphabetismus komplett beseitigte. Ende des 18. Jhr., wurde die Region Napoleon's wegen an Oesterreich uebergeben und Innsbruck wurde zur Hauptstadt der Provinz. Erst am Ende des 1. Weltkrieges, mit dem Vertrag von Saint-Germain, gelangte die Region wieder nach Italien. Die starke faschistische Politik unternahm alles um die deutsche Minderheit zu italianisieren und verursachte deshalb einen grossen Voelkermarsch ins Dritte Reich, was zum Teil durch den Ausbruch des zweiten Weltkrieges misslang. Nach dem Krieg protestierte die Tiroler Bevoelkerung gegen die territoriale Trennung und wurde demzufolge zu einer speziellen autonomen Region erklaert. Heute ist Trentino Suedtirol und Land del Tirolo eine einzige Euroregion.

Nuetzliche Ressourcen

Autonome Provinz Trient